Lehrveranstaltungen

Screenshot Präsentation Tobias Hodel
© Screenshot Präsentation Tobias Hodel

Die Übung "Einführung in die Digital Humanities" von Professor Hodel richtet sich an Bachelor-Studierende der Phil.-hist. Fakultät aber auch darüber hinaus, die sich mit den Grundlagen der Digital Humanities vertraut machen wollen. Sie findet dienstags von 10-12 Uhr statt.

Algorithmen und Computer dominieren unseren Alltag und auch in den Geisteswissenschaften wird seit einigen Jahren durch Forschende Rechnerleistung genutzt, um im digitalen Raum "Experimente" mit digitalen oder digitalisierten Materialien durchzuführen. Ein Ausgangspunkt bleiben dabei Texte und Bilder, die in quantitativ grossen Mengen zwecks neuer Interpretationen ausgewertet werden. Im Unterschied zu naturwissenschaftlichen Daten ist die Auswertung dieser "Daten" ist weit weniger kanonisiert. Analysemodelle und -theorien (wie Stilometrie oder Distant Reading) werden ständig verworfen und neu propagiert. Darüber hinaus werden Verknüpfungen, Visualisierungen und Darstellungen möglich, die nach Auswertungen und neuen Narrativen verlangen.

Die Übung führt in die Digital Humanities ein und soll den eigenen Umgang mit digitalen Materialien einüben, gleichzeitig aber auch die medialen Umsetzungen und Auswertungen der Daten kritisieren und kontextualisieren. Informatische Vorkenntnisse sind keine gefordert, jedoch die Offenheit, mit Daten-, Text- und Bildbeständen zu spielen.

Ab Ende Oktober können Sie sich für den Kurs in KSL anmelden.

© TextDNA, CS, U Wisconsin, Madison

Der kritische und kreative Umgang mit Text gehört zu einer Vielzahl geisteswissenschaftlicher Disziplinen. Die Diskussion was überhaupt "Text" ist und welche Aussagen sich aufgrund von "Text" machen lassen, wurden aus unterschiedlichen Perspektiven und teils sehr widersprüchlich geführt. Im Rahmen der Übung machen wir uns mit verschiedenen Formen der digitalen Textaufbereitung vertraut. Dabei geht es sowohl um technische als auch um methodische Fragen. Von der Textaufbereitung für digitale Annotationen über Schichtenmodelle zu automatisch generierten Zeichenfolgen beschäftigen wir uns mit digitalen Aufbereitungs- und Annotationsangeboten.

Professor Hodel bietet die Übung "Text Digital – Von der Aufbereitung zur Auswertung" für Masterstudierende der Phil.-hist. Fakultät, aber auch darüber hinaus, an. Sie findet donnerstags von 14-16 Uhr statt.

Ab Ende Oktober können Sie sich in KSL für die Veranstaltung anmelden.

©Oksana Kulik

Im FS 2020 werden mehrere Dozierende eine Blockveranstaltung/Übung zu "Data literacy und digitale Methoden: Einführung für Sozial- und Geisteswissenschaftler*innen" durchführen. Die Veranstaltung richtet sich sowohl an BA- als auch MA-Studierende aller Fakultäten.

Nähere Informationen folgen in Kürze hier.

Die Anmeldung ist via KSL möglich sein.

Einführung in die praktische Textkodierung mit XML nach TEI-Standard

In aktuellen, digitalen Editionsprojekten hat sich die Repräsentation von Texten mittels XML (Extensible Markup Language) nach den Richtlinien der Text Encoding Initiative (TEI) als faktischer Standard durchgesetzt. Der Kurs vermittelte die Grundlagen von XML und der TEI P5 Richtlinien. Dies erfolgte vorwiegend durch die praktische Codierung und Annotation von Texten mit dem XML-Editor Oxygen anhand von Beispielen aus der Gotthelf-Edition. Zusätzlich wurden nützliche Funktionen von Oxygen erprobt und der Nutzen der XML-TEI-Codierung für die weitere Verwendung der Texte ausgelotet. Vorkenntnisse im Programmieren waren nicht erforderlich. 

Einführung in die Nutzung einer multifunktionalen webbasierten Forschungsumgebung für die Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften

Der Workshop gab Studierenden und Forschenden aus den Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften die Möglichkeit, ihr Forschungsprojekt in der virtuellen Forschungsumgebung Nodegoat zu erstellen. Nodegoat ist intuitiv bedienbar und erfordert keine besonderen technischen Kenntnisse. Der Workshop verfolgte zwei Ziele: Erstens das Kennenlernen der wichtigsten Funktionen von Nodegoat. Dazu gehörten die webbasierte Datenverwaltung sowie die Visualisierungsfunktionen für Karten und Netzwerke. Zweitens das Erstellen eines Datenmodells in Nodegoat auf der Grundlage einer Forschungsfrage. Am Ende des Tages verfügten alle Teilnehmer über eine massgeschneiderte Forschungsumgebung, die sie weiterhin für ihre Projekte nutzen können. 

Begriffe, Methoden und Werkzeuge in den Digital Humanities

Der Kurs bot einen Überblick zu Entwicklung, Begriffen, Methoden und Werkzeugen für die Digital Humanities. Es wurden grundlegende klassische Aufsätze und aktuelle Arbeiten gemeinsam kritisch gelesen und einzelne Projekte vertieft diskutiert. Dabei wurden verschiedene Bereiche der Geistes- und Sozialwissenschaften berücksichtigt (Literaturwissenschaften, Geschichte, Linguistik, Politikwissenschaften, Kunstgeschichte, etc.). im Fokus standen Datenstrukturen und Formaten, insbesondere XML-Konzepte und -Werkzeuge. Die Studierenden annotierten selbst Daten entsprechend des Standards der Text Encoding Initiative (TEI). Basierend auf zur Verfügung gestellten Daten (auch Daten der Studierenden aus anderen Veranstaltungen und Pro- jekten konnten verwendet werden), entwickelten die Studierenden selbst typische DH- Fragestellungen und schätzten die informatischen Implikationen ab. Vorkenntnisse im Programmieren waren nicht erforderlich.

Methoden, Werkzeuge und Best Practices in den Digital Humanities

Der Kurs bot einen Überblick zu Methoden, Werkzeugen und Best Practices für die Digital Humanities. Er stellte anhand einer Betrachtung von verschiedenen Projekten eine breite Palette von Konzepten vor: Datenerfassung (Digitalisierung, Crowdsourcing, Dokumentenerkennung); Datenstrukturen und Formate; Wissensmodellierung, mit Schwerpunkt auf digitalen Editionen, basierend auf der Text Encoding Initiative; Informationsarchivierung und Versionenverwaltung; Visualisierungstechniken mit zeitlichen und räumlichen Informationssystemen; Algorithmen für die Datenverarbeitung und Datenanalyse (Konzepte des maschinellen Lernens, Methoden in Bildverarbeitung). Durch praktische Übungen mit Software an ihren eigenen Laptops wurden die Studierenden in grundlegende Programmierkonzepte eingeführt. 

Einführung in digitale Daten und digitale Editionen 

Die Entwicklung der digitalen Welt eröffnet neue Perspektiven für die Forschung in den Geisteswissenschaften. In diesem Zusammenhang sind die korrekte Sammlung, Strukturierung, Bearbeitung und Veröffentlichung von Daten von zentraler Bedeutung. Der Kurs bietet eine Einführung in die Best Practices für die elektronische Verwaltung geisteswissenschaftlicher Forschungsdaten mit einem Schwerpunkt in digitalen Editionen. Behandelt werden diverse Formate und Datenstrukturen, dies besonders, aber nicht ausschließlich im Bereich der Textverarbeitung (u.a. HTML, XML und verbreiteten Standards wie TEI und MEI). Durch praktische Übungen mit Software werden die Studierenden in grundlegende Programmierkonzepte eingeführt. Vorkenntnisse im Programmieren sind nicht erforderlich.

Einführung in die Digital Humanities

Was ist (oder sind) Digital Humanities? Welche Relevanz haben digitale Methoden für die Forschung in verschiedenen geisteswissenschaftlichen Disziplinen? Was bedeutet „do digital humanities“? Dieses Seminar ist eine diskussionsgeführte Einführung in das Feld der Digital Humanities, die Zielgruppe sind fortgeschrittene Bachelor-Studierende und Master-Studierende. Wir werden die Geschichte des Felds bis heute abdecken und einen genaueren Blick auf die Beziehung zwischen computergestützter Analyse, geisteswissenschaftlicher Theorie und Hermeneutik werfen. Wir werden ebenso eher praktische Aspekte der Digital Humanities wie z.B. die Repräsentation von kulturellen Artefakten, und insbesondere Texte, innerhalb des digitalen Bereichs behandeln. Am Ende dieses Kurses sollen die Studierenden ein gutes Verständnis davon haben, wie Konzepte aus ihren geisteswissenschaftlichen Disziplinen in den digitalen Bereich hinein formalisiert und modelliert werden können. Weiter sollen sie sich der Fülle von weiteren praktischen Trainingsmöglichkeiten für Instrumente und Techniken der Digital Humanities quer durch die Schweiz, Europa und den Rest der Welt bewusst werden.

Elektronisches Publizieren für GeisteswissenschaftlerInnen

Dieser Kurs ist eine praktische Einführung in die Technologien und Techniken hinter elektronischem Publizieren als wissenschaftliche Kommunikationsform. Er umfasst folgende Themen: praktische Aspekte wie beispielsweise die Grundlagen von HTML und XML markup und Plattformen für selbstpublizieren (z.B. Blogs); elektronische wissenschaftliche Journals und Open Access; Digitalisierung, Bewahrung und Nachhaltigkeit von elektronischen Publikationen; Informationsfreiheit, Datenschutz und Copyright; Akademisches Quellenangaben, Zitationen und Plagiarismus. Der Kurs wird praktische "hands-on" Übungen beinhalten, genau wie Diskussionen und Debatten.

Tools und Techniken für die Digital Humanities

Dieser Kurs ist ein Workshop, um mit Tools und Techniken, die für verschiedenste Forschungsfragen und akademische Praktiken in den Digital Humanities angewandt werden können, zu experimentieren. Er steht allen Studierenden offen. Durch praktische Sitzungen mit ihren eigenen Laptops sollen Studierende Erfahrung in folgenden Bereichen gewinnen: Software für die Verwaltung von Zitaten und Bibliographien, Techniken für Text-transkription, Markup und Processing, grundlegende statistische Analyse, reguläre Ausdrücke für komplexe Datengewinnung, unkompliziertes Computer Scripting und weitere Themen abhängig von den Bedürfnissen und Interessen der Studierenden.

Management von digitalen Forschungsdaten

Der erste Schritt von praktisch jedem Projekt in den Digital Humanities ist es, die Daten, die studiert werden sollen, zu sammeln und zu organisieren. Das können Texte, Bilder, Tabellen oder irgendeine andere Art von Informationen und Quellen sein. Der Fokus dieses Kurses ist es, die Frage, wie unstrukturierte Datenformate (flat-file formats) wie Excel und CSV prozessiert und auf sie zugegriffen werden kann, wie aus tabellarische Daten eine relationale Datenbank erstellt werden kann, alternative Datenbanksysteme wie XML-Datenbanken für Projekte, die sehr stark auf XML basieren, wie z.B. TEI, und Datenspeicherung und -modellierung durch Graph-Datenbanken. Die Studierenden werden Kenntnisse in Python gewinnen während dem Semester; Vorkenntnisse in Python sind aber keine notwendig.