Jeweils im Herbstsemester: Ringvorlesung: Einblicke in die Digital Humanities

Aus unterschiedliche Perspektiven geben Referierende Einblicke in aktuelle Vorgänge der Theoretisierung und Umsetzung digitaler Methoden. Aus diversen Fachrichtungen – von Geschichte über Sprachwissenschaften zu Kunstgeschichte und Digital Humanities – vermitteln die Referentinnen und Referenten ihre Vorstellungen der zukünftigen digitalen Geisteswissenschaften.

Organisiert und geleitet durch Prof. Dr. Tobias Hodel

Die Vorlesung ist an Studierende aller geisteswissenschaftlichen Fächer, aber auch an die breite Öffentlichkeit adressiert, die sich für geisteswissenschaftliche Probleme und digitalen Lösungsansätzen interessieren.

Die diesjährige Ausgabe der Ringvorlesung «Einblicke in die Digital Humanities» widmet sich der Entstehung von und der Arbeit mit digitalen Editionen, insbesondere von Projekten die an der philosophisch-historischen Fakultät der Uni Bern angesiedelt sind.

Programm (provisorisch mit Arbeitstiteln)

  1. Sitzung (20.09.): Einführung
  2. Sitzung (27.09.): TEI XML Crashkurs: Teil 1 und Teil 2
  3. Sitzung (04.10.): noch offen
  4. Sitzung (11.10.): noch offen
  5. Sitzung (18.10.): Kurt Fendt: Titel noch offen, mit Workshop zu Annotation Studio
  6. Sitzung (25.10.): Gabriela Schwarz-Zanetti/Lukas Heinzmann: Dietrich Edition
  7. Sitzung (01.11.): Patricia Zihlmann/Silvio Raciti/Roland Reichen: Codierung von Korrespondenz in der Gotthelf-Edition, mit Workshop
  8. Sitzung (08.11.): Jimmy Schmid/Christian von Zimmermann: Das GUI als editorische Aufgabe - am Beispiel der entstehenden digitalen Gotthelf-Edition.
  9. Sitzung (15.11.): Daniela Kohler/Bernhard Metz/Martin Stuber: Forschungsperspetiven um hallerNet, mit Workshop zu XPath/XSLT
  10. Sitzung (22.11.): Patrick Sahle: Titel noch offen
  11. Sitzung (29.11.): Pascale Sutter/Bernhard Ruef: Digitale Rechtsquellen
  12. Sitzung (06.12.): Kaspar Gubler: Informationen edieren und visualisieren am Beispiel des Repertorium Academicum Helveticum (RAH), mit Workshop zu Nodegoat
  13. Sitzung (13.12.): Stefan Abel: Parzival-Projekt

Durch die eingeladenen Wissenschaftler*innen werden sehr unterschiedliche digitale Editionsprojekte präsentiert und aus je eigener spezifischen Perspektive diskutiert. Dadurch werden über die Projekte hinaus Herangehensweisen angesprochen, wie etwa die Vernetzung von Daten, textkritische Methoden zum Vergleich von Fassungen oder der Umgang mit Mehrsprachigkeit.

Im Anschluss an einzelen Vorlesungen bieten einige Expert*innen Einführungen in die selbständige Erarbeitung von digitalen Editionen an. In ca. 90minütigen Sequenzen werden die Grundlagen von XML-Editionen präsentiert sowie Annotations-, Auswertungs- und Visualisierungstechniken vermittelt und geübt.

Möglicherweise werden einige Sitzungen auf Englisch durchgeführt, bitte beachten Sie dazu das definitive Programm ab Anfang September auf unserer Homepage.

Informationen

Vorlesung

Montag, 14:15 - 16:00 (Vorlesung) und Montag 16:15 - 18:00 (Workshop)

Raum 124, Mittelstrasse 43

Geschichtsstudierende der Universität Bern können sich die Lehrveranstaltung ausschliesslich im Wahlbereich anrechnen lassen!

Learning outcomes

Die Teilnehmenden

  • erhalten einen Überblick über die verschiedenen Arten von Editionsprojekten
  • verstehen die Relevanz von Editionen im Umfeld eines Forschungsschwerpunkts
  • kennen digitale Methoden, die in Editionsprojekten zur Anwendung kommen
  • können erste eigene Ansätze für digitale Editionen entwickeln und damit verbundene editorische Entscheide eruieren.

Leistungsnachweis

3 ECTS: Blogpost

Literatur

Sahle, Patrick: Digitale Editionsformen. Zum Umgang mit der Überlieferung unter den Bedingungen des Medienwandels. 3 Bde, Norderstedt 2013 (Schriften des IDE 7-9). Online: <http://kups.ub.uni-koeln.de/5352/>.

Driscoll, Matthew James; Pierazzo Elena: Digital Scholarly Editing. Theories and Practices. Cambridge 2016, Online: <http://dx.doi.org/10.11647/OBP.0095>.

Zusätzliche Literatur wird durch die Referent*innen bekannt gegeben.

Videoaufzeichnung vergangener Vorlesungen

Martin Dusinberre: Lives in Transit – Confessions of a Historian who wrote an E-Learning Game

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Peter Bell: Digitale Kunstgeschichte und Critical Machine Vision.

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Silke Schwandt: Worthäufigkeiten als Quelle für die Geschichtswissenschaft?

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Martin Grandjean: Networkanalysis and -visualization

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Christa Schneider: Vom Interview zur Dialektkarte

Link zu den Blogposts hier und hier

Simon Gabay: Quantifying the Unknown

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Lukas Rosenthaler: Digitale Nachhaltigkeit

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