Info
| Kurstyp |
Vorlesung |
| Schwerpunkte |
Digital Humanitites, Geschichte, Germanistik, Kunstgeschichte, Englische Sprachen und Literaturen |
| Dozierende Person |
Verschiedene |
| Zeit |
jeden Donnerstag von 16:15 - 1745 |
| Ort |
Hörraum 220, Hauptgebäude H4 |
| ECTS |
3 |
| Anmeldung/Infos |
KSL 499095 |
Abstract
Die Ringvorlesung des Berner Mittelalterzentrums widmet sich im Herbstsemester 2026 dem Thema „Zählen und Messen im Mittelalter“ und untersucht aus interdisziplinärer Perspektive, wie mittelalterliche Gesellschaften, Individuen und Gemeinschaften Größen erfassten, ordneten und interpretierten. Im Zentrum steht dabei nicht nur das Rechnen im engeren Sinn, sondern ein breites Spektrum an Quantifizierungspraktiken, die von ökonomischen und administrativen Verfahren bis hin zu ästhetischen, musikalischen und symbolischen Ordnungen reichen.
Als interdisziplinäres Forum bringt die Ringvorlesung Forschende aus Geschichte, Kunstgeschichte, Germanistik, Theologie, Musikwissenschaft und verwandten Fächern zusammen. Ziel ist es, die Vielfalt mittelalterlicher „Messkulturen“ sichtbar zu machen und zugleich zu fragen, inwiefern Quantifizierung als epistemisches Instrument diente, um Welt verständlich, vergleichbar und gestaltbar zu machen.
Ein besonderer Fokus liegt auf der Einsicht, dass Zahlen und Maße im Mittelalter nicht nur technische Werkzeuge, sondern zugleich kulturell geprägte Ausdrucksformen waren. Quantität war oft untrennbar mit Qualität, Symbolik und Wahrnehmung verbunden.
Einige Vorlesungsteile werden auf Englisch durchgeführt.
Die Studierenden verfassen einen Blogpost zu einem Thema der Ringvorlesung. Dabei sollen sie die vermittelten Inhalte reflektieren, in einen größeren Forschungskontext einbetten und für eine interessierte Öffentlichkeit aufbereiten. Der Beitrag soll wissenschaftlich fundiert sein und gleichzeitig eine allgemeinverständliche Sprache verwenden.
Eine Einführung ins Bloggen wird im Rahmen der Ringvorlesung angeboten.
Learning Outcomes
Im Rahmen der Ringvorlesung erwerben die Teilnehmenden folgende Kompetenzen:
- Die Studierenden können zentrale Konzepte und Forschungsansätze zum Thema Zählen und Messen im Mittelalter benennen und erklären.
- Sie verstehen die historischen, literarischen und materiellen Kontexte der behandelten Themen.
- Die Studierenden sind in der Lage, mediävistische Methoden auf spezifische Fallstudien anzuwenden.
- Sie erkennen interdisziplinäre Verknüpfungen zwischen den verschiedenen Fachrichtungen der Mediävistik.
- Sie können unterschiedliche mediävistische Forschungsansätze kritisch analysieren und bewerten.
- Sie reflektieren die Konstruktion von Vorstellungen des Mittelalters.
- Die Studierenden verfassen einen wissenschaftlich fundierten Blogpost, in dem sie ein Thema der Ringvorlesung vertiefend behandeln.
- Sie entwickeln eigenständige Fragestellungen und argumentieren kohärent auf Basis der Vorlesungsinhalte.