Aktuelle Lehrveranstaltungen

Zur kollaborativen Praxis der Erfassung, Verwaltung, Vernetzung, Auswertung und Präsentation von Daten 

Dr. Bernhard Metz, Dr. Daniela Kohler, MA Lukas Heinzmann

Die Editions- und Forschungsplattform hallerNet wurde 2019 aufgeschaltet und umfasst derzeit über 100'000 Entitäten und Datenbankeinträge, darunter aktuell ca. 23'000 Briefe und Drucktexte aus dem 18. Jahrhundert (ca. 17'000 mit Farbdigitalisat, über 5'000 synoptisch ediert). Als grösstes Materialkonvolut beinhaltet die Plattform Briefe an und von Albrecht von Haller und seine im wichtigsten deutschsprachigen Rezensionsorgan des 18. Jahrhunderts, den «Göttingischen Gelehrten Anzeigen», erschienenen Texte. Die Lehrveranstaltung bietet mit drei Beteiligten des aktuellen SNF-Projekts «Online-Edition der Rezensionen und Briefe Albrecht von Hallers» als Dozierenden praxisnahe Einblicke in dieses Textkorpus und dessen Edition und vertieft, welche Annahmen zu Entscheidungen hinsichtlich der Datenerfassung- und pflege (Transkription, TEI-Auszeichnung, Kuration, Transformation), Repräsentation und Zugänglichkeit (Auswertungen, Benutzeroberfläche und -führung) sowie der Vernetzung über die Plattform hinaus (Normdaten, Metagrid, correspSearch) führten. Dabei ist zentral vorgesehen, dass die Studierenden selbst Brief-Materialien in unserem XML-Framework transkribieren, taggen und edieren und ihre Leistungsnachweise damit im Rahmen eigener Gast-Editionen erwerben können. Zur Vorbereitung empfiehlt sich ein Besuch von www.hallernet.org.

Zielgruppe

Interessierte BA und MA Studierende der phil.-hist. Fakultät

Informationen

Seminar

Wann: jeweils am Dienstag 10.15 - 12.00, vom 20.09.2022 bis 20.12.2022

Wo: Unitobler, F002

Lernziele

Nach Besuch der Lehrveranstaltung können die Studierenden

  • grundlegende editionswissenschaftliche Positionen und unterschiedliche Editionstypen nachvollziehen und vertreten;
  • deutsche und französische Briefe des 18. Jhs. lesen, klassifizieren und transkribieren und verfügen dabei über vertiefte Kenntnisse der Kurrent sowie der lateinischen Schrift;
  • Beispiele der europäischen Briefkultur des 18. Jhs. analysieren, textgenetische Prozesse editionsphilologisch beschreiben sowie codieren und edieren;
  • verschiedene Typen digitaler Informationsplattformen unterscheiden, die Qualität der verfügbaren Ressourcen kritisch beurteilen und potenzielle Probleme im Hinblick auf deren Verwendung eigenständig erkennen;
  • Möglichkeiten der projekt- und institutionsübergreifenden Datenvernetzung skizzieren und die damit verbundenen Chancen und Herausforderungen nachvollziehen;
  • die für Auswertungen relevanten Datenformate und -strukturen erläutern, einfache Visualisierungen selbstständig erstellen sowie den Zweck und die Potenziale verschiedener Darstellungsformen benennen.

Leistungsnachweis

Variante 5 ECTS: Projektarbeit 
Variante 3 ECTS: Referat/Vortrag oder Sitzungprotokolle

Ringvorlesung: Einblicke in die Digital Humanities

Organisiert und geleitet durch Prof. Dr. Tobias Hodel

Aus unterschiedliche Perspektiven geben Referierende Einblicke in aktuelle Vorgänge der Theoretisierung und Umsetzung digitaler Methoden. Aus diversen Fachrichtungen – von Geschichte über Sprachwissenschaften zu Kunstgeschichte und Digital Humanities – vermitteln die Referentinnen und Referenten ihre Vorstellungen der zukünftigen digitalen Geisteswissenschaften. 

Dieses Semester mit Lise Jaillant (Digitale Literatur- und Archivwissenschaft), Isabelle Marthot-Santaniello (Altertumswissenschaften), Ina Serif (digitale Geschichte), Nicolas Perreaux (digitale Mediävistik) und weiteren. 

Die Veranstaltung findet auf Deutsch und Englisch statt. An drei Terminen wird ein Workshop zwischen 16-18 Uhr angeboten, die Teilnahme an zwei Workshops wird erwartet.

Zielgruppe

Die Vorlesung ist an Studierende aller geisteswissenschaftlichen Fächer, aber auch an die breite Öffentlichkeit adressiert, die sich für geisteswissenschaftliche Probleme und digitalen Lösungsansätzen interessieren.

Informationen

Vorlesung

Wann: Jeweils am Montag 14.15 - 15.45 bzw. 17.45, vom 19. Sept. 2022 bis 19.Dez. 2022

Wo: Uni Mittelstrasse, 124

Lernziele

Die Teilnehmenden 

  • erhalten einen Überblick über den Stand digitaler Methoden in unterschiedlichen geisteswissenchaftlichen Fächern, 
  • verstehen Motivation und Hintergründe einer Analyseform im Umfeld eines Fachs 
  • beurteilen kritisch methodische und epistemologische Ansätze 
  • können eine wissenschaftliche Methode eingehend nachvollziehen und beschreiben (Leistungsnachweis)

Leistungsnachweis

- Verfassen eines Blogposts zu einer Sitzung (Vorlesung oder Workshop). 
- Kommentierung von zwei Blogposts von Kommiliton*innen.