Aktuelle Lehrveranstaltungen

DH-Lab

Prof. Dr. Tobias Hodel und das Team der Digital Humanities

Im Lab vertiefen die Studierenden ihre Kenntnisse und Fähigkeiten aus der Einführung in die DH. Einzeln oder in Gruppen werden Übungen gelöst und gleichzeitig eigene Vertiefungsprojekte (für Abschluss MA) diskutiert. Die Mitarbeitenden der DH stehen bei Fragen und Unklarheiten zur Verfügung.

Zielgruppe

Masterstudierende mit Interesse an digitalen Ansätzen in den Geisteswissenschaften.

Informationen

Seminar

Zeit: Donnerstag, 12.15 - 15.45

Ort: Mittelstrasse 43, Raum 016

Learning outcomes

  • Die Studierenden
    …formulieren und präsentieren eigene Abschlussarbeiten 
    …lösen selbständig angewandte Probleme der DH 
    …bekommen über externe und interne Referierende Einblicke in laufende Projekte der DH sowie State-of-the-art Ansätze und Lösungen

Leitungsnachweis

4 ECTS: Präsentation und Übungen

Data literacy für Geisteswissenschaftler*innen

Prof. Dr. Tobias Hodel

Schlagworte wie Datenmanagement, computerunterstützte Methoden oder digitale Nachhaltigkeit füllen Presse und Strategiepapiere. In der Übung werden Expert*innen aus der Praxis aufzeigen, wie eigene Daten sinnvoll angelegt, verwaltet und präsentiert werden können. Die Übung ist als Blockveranstaltung nach dem offiziellen Semesterende konzipiert. 
Während des Semesters findet eine Einführungssitzung statt, die dem Verteilen der Aufgaben und Kennenlernen dient. 

Das Ziel der Übung ist das Anlegen und Kommentieren eigener Datensätze auf der OMEKA-Plattform der Digital Humanities. 

Informationen

BA/MA Übung

Zeit: Freitag 06.05.2022: 14.15 - 16.00; Dienstag 21.06.2022 - Freitag 24.06.2021, jeweils 09:00 - 17:00

Ort: Freitag, 6. Mai 2022 Mittelstrasse, Raum 120;  Dienstag 21.06.2022 - Freitag 24.06.2021 Mittelstrasse 43, Raum 220

In Geschichte kann der Kurs (Version 5 ECTS) als HW-Übung angerechnet werden

Learning outcomes

Die Studierenden:

  • ...kennen Standardformate zur Datenaufbereitung
  • ...können eigene Datensätze interpretieren und analysieren
  • ...verstehen Systeme zur nachhaltigen Aufbereitung von Daten

Leitungsnachweis

3 ECTS: Gestaltung einer eigenen OMEKA-Seite (Gruppe oder Einzeln)

5 ECTS: Gestaltung einer eigenen OMEKA-Seite (Gruppe oder Einzeln), ausserdem kurze Verschriftlichung der Resultate

Gendering Algorithms – Weshalb wir intersektionale Digital Humanities brauchen

Prof. Dr. Tobias Hodel, Claudia Amsler MA

Sexistiche, ableistische und rassistische Algorithmen sind keine Fehler oder Zufälle in Systemen, sondern sie strukturieren digitale Technologien grundlegend seit Beginn der Computergeschichte. Im Kolloquium versuchen wir anhand einschlägiger Texte, die historisch gewachsene Verwobenheit von digitalen Technologien mit Macht, Überwachung und weisser, androzentrischer Vorherrschaft und ihre Perpetuierung sichtbar zu machen. Wir lernen im Kolloquium anhand konkreter Beispiele, wie wir den Mythos der körperlosen, immateriellen objektiven Künstlichen Intelligenz kontern können. Dafür zentrieren wir eine materielle und intersektionale Geschlechterperspektive auf digitale Technologien, welche u.a. den Fragen nachgeht: Wer hat die jeweiligen Technologien designt und für wen wurden sie gestaltet, wer hat sie wo und zu welchen Bedingungen hergestellt, wie und in welchen Kontexten und für was werden sie genutzt? 
Eine intersektionale Geschlechterperspektive hilft uns dabei die verschiedenen, miteinander verwobenen Machtordnungen in den Blick zu nehmen und zu verstehen. Nebst der Analyse von Unterdrückungsmechanismen sehen wir uns auch Wideraneignungs- und Ermächtigungsstrategien von/mittels digitalen Technologien an und inwiefern digitale Landschaften auch als Möglichkeitsräume des Widerstands verstanden und erlebt werden können.

Zielgruppe

Studierende mit Interesse an digitalen Ansätzen in den Geisteswissenschaften.

Informationen

Kolloquium

Zeit: Mittwoch, 14.15 - 16.00

Ort: Hauptgebäude H4, Raum 117

Learning outcomes

  • Erklären können, wie digitale Technologien und Geschlechterordnungen zusammenhängen 
  • Geschlecht und das Digitale als soziale Konstrukte und somit vom Menschen konstruierte Kategorien zu verstehen 
  • Schärfung des mündlichen und schriftlichen Ausdrucks bei der kritischen Beschreibung algorithmischer Vorgänge

Leitungsnachweis

5 ECTS: Der Leistungsnachweis wird in den jeweiligen Kurseinheiten erbracht. In jeder Stunde bereiten alle Studierenden denselben Text vor. Die Hälfte der Studierenden bringt jeweils zwei Fragen an den Text in die Stunde mit und die andere Hälfte der Studierenden ein Praxisbeispiel oder ein aktuelles Beispiel, das etwas mit dem gelesenen Text zu tun hat (autoethnographisches Experiment, digitales Tool, Diskussion/Post auf Social Media, Zeitungsartikel,.. etc.). Zusätzlich ist die Beteiligung an der Ergebnissicherung Teil des Leistungsnachweises.

Das digitale Bild: Analyse und Visualisierung

Prof. Dr. Tobias Hodel und Sonja Gasser MA

Viele geisteswissenschaftliche Disziplinen stützen sich für die Forschung auf digitale Bilder. Mit Methoden der Digital Humanities können grössere Bildbestände analysiert, visualisiert und interpretiert werden. Das Seminar setzt sich mit digitalen Sammlungen, Datenformaten von Bildern und mit Metadaten auseinander, führt an verschiedene Methoden der Bildanalyse (z.B. computer vision, machine learning, clustering) heran, zeigt Möglichkeiten der Datenvisualisierung auf (z.B. Graphen, Diagramme, Netzwerke, interaktive Karten, generative Interfaces) und stellt dafür notwendige Tools vor. Daneben werden die Möglichkeiten und Grenzen des Einsatzes von digitaler Technologie kritisch reflektiert. Vorkenntnisse im Umgang mit Code und Datenbanken sind hilfreich, aber nicht Voraussetzung. 

Zielgruppe

Das Seminar richtet sich an Bachelor- und Master-Studierende aus geisteswissenschaftlichen Fächern (Kunstgeschichte, Geschichte, Theaterwissenschaft, Musikwissenschaft, Archäologie usw.) und steht auch Doktorierenden offen, die eine Interesse haben, digitale Herangehensweisen an Bilder kennenzulernen.

Informationen

Seminar

Zeit: Montag, 14.15 - 16.00

Ort: Mittelstrasse 43, Raum 124

Learning outcomes

Wir vermitteln/bieten:

  • Kenntnisse über die Forschungsschwerpunkte der Digital Humanities
  • einen kompetenten Umgang mit digitalen Bildern
  • vertiefte Kenntnisse von Tools zur digitalen Bildanalyse und -visualisierung
  • Anwendung eines Tools und Wissen darüber, wie und wo man sich zusätzliches Knowhow aneignen kann
  • Hilfestellung beim Entwickeln einer eigenen Fragestellung, die bestenfalls quantitative und qualitative Herangehensweisen vereinbart
  • auf visuelle Aspekte bezogene Methoden
  • auch die kritische Ausenaindersetzung mit digitalen Methoden, deren Möglichkeiten und Grenzen

Leitungsnachweis

5 ECTS: Übernahme eines Referats; visuelle Auswertung mit einer kurzen schriftlichen Arbeit (ca. 5 Seiten) als digitales Gruppen- oder Einzelprojekt

Anmeldung zum Vortrag von Florian Kräutli

Bitte per Mail an sonja.gasser@unibe.ch

Öffentlicher Vortrag

Posthalterin, Pferd und Reblaus: Der frühe Schweizer Bundesstaat aus Sicht der Bundesratsprotokolle (1848-1900)

Prof. Dr. Tobias Hodel und Prof. Dr. Silvia Berger Ziauddin

Historische Forschung basiert auf präzisen Fragestellungen, die mit Hilfe von Quellen und unter Beizug wissenschaftlicher Literatur methodisch sauber aufgearbeitet werden. Was aber passiert, wenn man den Prozess umkehrt und auf der Grundlage eines Quellenkorpus versucht, Fragen und Analysen zu generieren? 
Im Seminar nähern wir uns dem „jungen" Schweizer Bundesstaat aus der Perspektive der frühen Bundesratsprotokolle. In den im 19. Jahrhundert noch handschriftlich erstellten Protokollen werden alltägliche Geschäfte wie die Besetzung von Posthalterinnen behandelt, aber auch Verträge mit anderen Staaten abgeschlossen, (berittene) Truppen mobilisiert oder Gesetze zum Schutz von Weinbergen erlassen. 
Diese zentrale Serie des Schweizerischen Bundesarchivs liegt digital vor und umfasst mehr als 150’000 Seiten. Um diese Masse an Materialien zu bändigen, benutzen wir digitale Herangehensweisen, die teilweise auf maschinellen Lernverfahren basieren und in den Bereich des „Distant Reading“ gehören. Parallel dazu werden wir aber auch „klassische“ Herangehensweisen für die Auswertung der Protokolle nutzen, etwa Volltextsuchen oder die Kontextualisierung mit anderen Dokumenten und historischer Literatur. Technische Auswertungen und historische Analysen werden zusammen gedacht und neue Auswertungsszenarien diskutiert. 
Es werden keine informatischen oder paläographischen Grundkenntnisse vorausgesetzt, jedoch die Offenheit, sich mit digitalen Technologien auseinanderzusetzen.

Zielgruppe

Studierende mit Interesse an digitalen Ansätzen in den Geisteswissenschaften.

Informationen

Seminar

Im März 2022 jeweils am Mittwoch 10.15 - 12.00, danach am 4. Mai 2022 (ganztags) und am 25. Mai 2022 (halbtags)

Ort: Unitobler F 012

Learning outcomes

Die Studierenden verstehen die Anfänge des Bundesstaates aus einer zentralen Dokumentenreihe 
Die Studierenden können kritische, historische Fragestellungen aufgrund der Beschäftigung mit einem Textkorpus generieren 
Die Studierenden kennen computerunterstützte Auswertungsmechanismen, insbesondere topic modeling und named entity recognition und können diese erklären und (mit Unterstützung) anwenden 
Die Studierenden können ihre Forschungsresultate in einem Referat zur Diskussion stellen

Leitungsnachweis

5 ECTS: Nach Angaben im Seminar

Einführung in die Digital Humanities

Prof. Dr. Tobias Hodel

Algorithmen und Computer dominieren unseren Alltag und auch in den Geisteswissenschaften wird seit einigen Jahren durch Forschende Rechnerleistung genutzt, um im digitalen Raum "Experimente" mit digitalen oder digitalisierten Materialien durchzuführen. Ein Ausgangspunkt bleiben dabei Texte und Bilder, die in quantitativ grossen Mengen zwecks neuer Interpretationen ausgewertet werden. Im Unterschied zu naturwissenschaftlichen Beobachtungen ist die Auswertung dieser "Daten" weit weniger kanonisiert. Analysemodelle und -theorien (wie Stilometrie oder Distant Reading) werden ständig verworfen und neu propagiert. Darüber hinaus werden Verknüpfungen, Visualisierungen und Darstellungen möglich, die nach Auswertungen und neuen Narrativen verlangen. 

Die Übung führt in die Digital Humanities ein und dient als «Hands-On» Veranstaltung, um den eigenen Umgang mit digitalen Materialien einzuüben und die jeweiligen Vorannahmen bei der Entwicklung von digitalen Tools, die medialen Umsetzungen und Auswertungen von Daten gesellschaftskritisch analysieren und kontextualisieren zu können. Gleichzeitig spielt die nachhaltige Aufbereitung von Daten und Algorithmen eine wichtige Rolle, die wiederholt angesprochen wird. 

Informatische Vorkenntnisse sind keine gefordert, jedoch die Offenheit, mit Daten-, Text- und Bildbeständen zu spielen. 

Zielgruppe

Studierende mit Interesse an digitalen Ansätzen in den Geisteswissenschaften.

Informationen

BA/MA Übung

Donnerstag, 10.15 - 12.00

Ort: Mittelstrasse 43, Raum 224

In Geschichte kann der Kurs als HW-Übung angerechnet werden

Learning outcomes

Die Studierenden 

  • ... kennen die Diskussion und Einordnung der Digital Humanities
  • ...vermögen digitale Anwendungen hinsichtlich ihres epistemiologischen/heuristischen/methodischen Potentials einzuordnen und zu kritisieren
  • ... sind in der Lage ein eigenes digitales Projekt auszusetzen, durchzuführen und kritisch zu reflektieren

Leitungsnachweis

3 ECTS: Forschungstagebuch

4 ECTS: Forschungstagebuch und Projektpräsentation (inkl. Projektoutline)

5 ECTS: Forschungstagebuch und Projektpräsentation (inkl. Projektoutline und schriftliche Reflexion)

Ringvorlesung: Einblicke in die Digital Humanities

Aus unterschiedliche Perspektiven geben Referierende Einblicke in aktuelle Vorgänge der Theoretisierung und Umsetzung digitaler Methoden. Aus diversen Fachrichtungen – von Geschichte über Sprachwissenschaften zu Kunstgeschichte und Digital Humanities – vermitteln die Referentinnen und Referenten ihre Vorstellungen der zukünftigen digitalen Geisteswissenschaften.

Organisiert und geleitet durch Prof. Dr. Tobias Hodel

Die Vorlesung ist an Studierende aller geisteswissenschaftlichen Fächer, aber auch an die breite Öffentlichkeit adressiert, die sich für geisteswissenschaftliche Probleme und digitalen Lösungsansätzen interessieren.

Programm

folgt im Frühling/Sommer 2022

Informationen

folgen im Frühling/Sommer 2022

Learning outcomes

folgen im Frühling/Sommer 2022

Leistungsnachweis

3 ECTS: Blogpost

Literatur

folgt im Frühling/Sommer 2022